Die Leidensgeschichte des jungen G.

Antik – der neue Trend?

Eigentlich wollte ich dieses Jahr mal im größeren Stil feiern. Die Planungen, die schon vor einigen Wochen kulminierten sahen ein großes Grillfest mit allerlei Trinkleckereien plus Luftschlangen, Gartenkegeln, Sackhüpfen und Goldfischen im hauseigenen Teich, so einiges an spektakulären Aktionen vor. Mit Berlinern, Jenensern, Niedersachsen, Bayern und der CoP-Crew wie damals Silvester, schließlich haben wir nun eine High-Tech Terrasse, die als adäquates Schlachtfeld für mehr als 30 feinste Gäste dienen kann. So noch mal richtig einen losmachen bevor man drüber nachdenkt, wie man seine Schäfchen ins Trockene bringt. Antik verpflichtet halt :-) Schön wärs gewesen. Dann halt nächstes Jahr, denn im August will man keine Konkurrenzveranstaltung an den Start bringen und außerdem ist ja Urlaubszeit. Am 21.08 in Berlin geb ich dann einen aus – ich zähle die Tage ;-)

Sonnenuntergang in Chicago

Was treibt man so in fernem Lande zu so einem Tag? Keine Luftschlangen, aber dafür in die lokale Sportsbar um die Ecke zum Finale bei einem feinen 16-20 Unzen Steak und nem Stella Pitcher, danach wohl ausnüchtern am Strand und abends vielleicht mal ins Kino…von A-Team bis Predator gibts ja einiges anschauungswürdiges. Heute hab ich ja museumsfrei – yeah!

Ach und weil nun einige Freunde schon die 30 gesegnet haben hier ein Spruch, der es doch angenehmer macht.

Heut wirst Du 30, alter Knabe,
der Lack verliert die erste Farbe.
Doch keine Panik,
denk daran:
“Antikes” kommt jetzt prima an!
(Verfasser unbekannt)

Vielen Dank auch für die ganzen Glückwünsche. Ihr seid die Derbsten :-) J miss you!

Ach und trotz des Bildes. Nix am untergehen, jetzt gehts doch erst grade los! Also die Pferde satteln meine Lieben – es warten noch einige Abenteuer auf uns!

Summer in the City

The cloud

Was für ein schöner Tag. Erst zum Frühstück Viertelfinal-Fussball vom Feinsten im Bett, dann Mittags eine architekturielle Bootstour entlang des Chicago Rivers um den Bildungsanspruch frühmöglichst zu tilgen. Am Nachmittag dann am Navy Pier im Biergarten abhängen und zu Live-Musik mal alle Fünfe grade sein lassen bei einem Halbfinalpils im Anschlag. Könnte schlimmer sein :-)

Die Ami-Reporter gehen auch schon gut ab. Hier der Kommentar zu Klose’s 4:0 “Wonderful, glorious, Germany!” Passt. :-)

Chicago

A new field trip to a tribe called US

Gizen wird diesen Sommer wohl einiges an Aktivitäten verpassen müssen. Keine Poolparties, nicht im Paradies abhängen, kein Beachen am Jenaer Strandschleicher, keine Stadtfeste, keine Filmnächte am Elbufer, die legendären Biolympics (epischer Wettkampf zwischen Bioinformatik Wissenschaftlern in Dresden;-)), keine Kultur- und Filmarena in Jena, kein WM-Kucken und die liebste J muss auch erstmal alleine spielen. Aber so isses nun mal wenn die Männer auf Mission müssen. Gizen goes (Middle-)West again. Und wird den kommenden Sonntag im Flugzeug verbringen. Kann nur hoffen das Lufthansa einen Live-Ticker bereit hält sonst gibts auf die Mappe! Aber denke Chicago ist schon n gute Entschädigung, zumal es sich ja während des Hinfluges entscheidet, ob ich in Chicago-Downtown baldigst ne Schland-Kneipe ausfindig machen muss. Jetzt kann ich auch erstmal 6 Wochen nach nem neuen Gizmobil Ausschau halten :-)

Die Mission ist aber so angesetzt, dass ich zur KI2000 Millennium Party a.k.a. Mia’s & Kai’s Hochzeit wieder vollendens am Start in Berlin bin. DoRP verpflichtet und Ungiz vergeht halt net!

Der spektakuläre Tod des Giz-Mobiles

Mit der Zeit verlieren gewisse Dinge ja an Wert. Aber es gibt ja noch den immateriellen Wert. Sowie mit dem Gizmobil 2 (klingt wie n schlechtes Sequel darum wähle ich die Bezeichnung “Neues Gizmobil” weil klingt einfach besser), einem 99er Skoda Felicia der seit 8.5 Jahren den Gizen erfolgreich begleitete. Mh nun wird sich die geübte Leserschaft fragen, warum zur Hölle es nie einen Blogeintrag zu diesem Gefährt gegeben hat, wenn es doch so toll sein soll? Nun das liegt wohl an seinem Vorgänger, dem “alten” Gizmobil, einem 78er Skoda Favourite in weinrot – ohne Servolenkung, ohne ABS, ohne 11 Airbags aber dafür mit nem halbmodernen Blaupunktradio mit oldschool Tapedeck und fettesten Wu-Tan Tapes am Start. Wohl gepasst hat wohl, dass es zur Sturm-und-Drang Zeit des Gizens ausgeführt wurde. Einige LKWs, Heuschrecken, angepflanzte Bäume auf McDonalds-Parkplätzen sprechen heute noch ehrfurchtsvoll von Begegnungen mit dem Panzer a.k.a. Skod. Er hat nie enttäuscht und seine Heldentaten sind legendär – gerade weil er zwar beschädigt wurde aber nie Personen zu Schaden kamen. Und immer wieder aufgebaut, teilweise aus Schrottteilen – aber immer wieder geflickt und dann weitergefahren. Klar hatte es das neue Gizmobil schwer…bei dem populärem Vorgänger. Aber wie bei nem Abwehrspieler, je weniger man über ihn spricht umso besser verrichtete er seine Dienste und das mehr als gut. Ok bei jedem TÜV kam eine neue Stelle für (Aus)Verbesserungen zum Vorschein aber hey wir waren ein gutes Team. Bis letzten Sonntag, der mir nicht nur wegen dem Tschland-Auftaktspiel wohl noch länger in Erinnerung bleiben wird.

Das Ableben des neuen Gizmobils ging relativ schnell (Sekundenbruchteilen) und lässt sich mit folgendem Zitat von Dr. Emmet Brown gut beschreiben:

If my calculations are correct, when this baby hits eighty miles per hour…you’re gonna see some serious shit!

Etwa mit der Geschwindigkeit befuhr ich am Sonntag nach dem Tschland-Spiel die Bundesautobahn-4 von Dresden nach Eisenach. Bis Kilometer 20 bin ich gekommen. Auf der linken Spur (3-spurig) überholend und plötzlich passierte es. Meine Motorhaube löst sich aus der Verankerung und kracht auf die Fensterscheibe. In Sekundenbruchteilen gleich diese einem Mosaik und ich seh einfach mal garnix. Sehr angespannt verringere ich die Geschwindigkeit meines Fahrzeugs drastisch, es kracht hinter und vorne irgendwie aber mit so ner Motorhaube in der Fresse sieht man nicht wirklich was. Orientiere mich links an der Leitplanke und versuche dieser so nah wie möglich zu kommen. Ich komme zum stehen, am linkesten Punkt den es auf der Autobahn gibt. Aber durch das Auffahren ist der ganze Rumpf des G-Mobiles verzogen und klar die Türen gehen net mehr auf. Bekomme leicht Panik, dass mir mit 200 einer draufkracht und dann Game-Over ist. Irgendwie springe ich auf den Rücksitz (warum eigentlich der Rücksitz?) und lass das linke hintere Fenster runter. Und quetsche springe raus Richtung rettenden Mittelstreifen – hier erscheint es erstmal sicher.

Die Polizei kommt 20 min später und sie sperren die BAB ab. Wie Fluglotsen mit so leuchtenden Winkedingern. Ich steige wohl das letzte mal in das Gizmobil. Genau so muss man sich wohl nach einigen Runden Stock-Car-Rennen fühlen. Die Windschutzscheibe ein 1000er Puzzle und die Motorhaube hängt total verbeult halb hoch. Die letzte Fahrt des Gizmobiles von ganz links nach ganz rechts tuckern auf der Autobahn und das bei Vollsperrung – eine kurze, aber sehr andächtige Fahrt. Dananach ist nur noch polizeiliches zu regeln. 30 min später kommt der ADAC und lädt auf. Er bringt uns nach Dresden…der letzten (Grab)Stelle. Als ich das Gizmobil am nächsten Tag betrachte bin umso froher das überlebt zu haben. Mensch Sachen passieren. Das Gizmobil ist Schrott und ich kann muss meine Bahncard 25 wohl jetzt etwas öfter zücken.

Aber wer hätte das gedacht. Das Gizmobil 2 verstirbt bei 140km/h auf der linkesten Fahrspur einer drei-spurigen Bundesautobahn. Killed in Action ist wohl zu null Prozent übertrieben. Ruhe nun in Frieden – Ersatz wird wohl nur schwer zu finden zu sein :-( Du hast dich geopftert um mein Leben zu retten. Dafür noch mal vielen Dank! Der Gizmobil-Fahrer…

Paddeln auf der Saale 2010

J’s Version:

Es ging Paddeln, mache ich eigentlich gerne. Doch die Erlebnisse 2008 mit Sir Gizalot und der Spree liessen mich meine Kamera und Handy zu Hause lassen, als wir am Samstag aufbrachen um Simons 31, 32, 33. Geburtstag auf der Saale zu feiern.

Paddeln2010

Kaum im Wasser, nahmen wir dank Steuerman Gizalot, gleich den ersten Baum mit. Die Saale wurde in Schlängellinien gemeistert und Wehr 1 und 2 ohne Probleme überquert – jedoch nicht ohne angemessenen Bier/Schnaps Konsum, weswegen des Gizens Lust und Steuerfähigkeiten stark abnahmen. Also was macht man? Man tauscht auf “hoher See” den Steuerman aus! Was unser dritter Mann (danke Matthi!) im Boot stehend Gizen versuchte klar zumachen. Das Boot dadurch führerlos trieb Richtung Ufer und Baum. Die Strömumg tat ihr übriges und plötzlich stand ich in der ziemlich kalten Saale. Mal wieder gekentert, wie solls auch anders sein! Alles wurde gerettet, nur ein volles Bier und eine Kamera ging Baden.

Gizens Statistik: 2 x Paddeln = 2 kaputte Kameras — für alle nächsten Mitfahrer ihr seit gewarnt!

Nach 2 Jahren mit Gizen macht mich sowas nicht mehr fertig (kurzer Schreianfall abgesehen) und deswegen klang der Abend mit einer schönen Grillrunde und einigen weiteren Mischen gemütlich aus.

@Matthi: Erster :-) Aber willkommen im Kenterbury-Club ;-)

Hier gibts die Geschichte erzählt aus der Perspektive eines (geduldigen) Bootmitfahrers mitsamt Photos: Matthis Blog

Hochzeit von Hendrik und Pamela

2010 das Jahr der Hochzeiten! “Unsere” Zweite dieses Jahr fand in BL-city-rockt-heftig statt. Hendrik hat 6 Jahre lang die Schulbank mit mir geteilt und wir haben so manche Widrigkeiten überstanden (Russisch und English voralledem) und Klassenfahrten gerockt (Belgien, da war einiges erlaubt das hatte Mann noch nicht gesehen ;-) . Er hat immer die Hausaufgaben von mir abgeschrieben, obwohl er die Geschichte gerne andersherum erzählt.

Hochzeit Hendrik und Pamela

Nach einer schönen Hochzeitszeremonie samt Namensgebung des erstellten Wonneproppens now-called Jan und Tauben-steigen-lassen gings mit dem “Schwälbchen” (BL-City Open Tourbus) für Kaffee und Kuchen nach Großengottern. Das gute Wetter lies das eine oder andere Bier in den Rachen strömen, J hat sich wiedermal an Sekt gehalten. Nach ein paar gewonnenen Dance-Battles mit den Brautjungfern, wurden wir vom Stepho-Mobil von der Party entsorgt :-) Der Brautstrauß fand nicht den Weg Richtung J! Puh, da ist der Kelch, der Leben verkürzt noch mal an mir vorbeigegangen ;-)

Wir wünschen dem frisch-gebackenen Brautpaar und klein-Jan alles Liebe und Gute auf ihrem Wege!

München Pfingsten 2010

Seit Jahren nicht mehr in München gewesen wurde es nun Zeit für einen Besuch bei J’s großen Bruder. Die ganze Familie eingepackt inklusive mir (ich gehöre ja schon quasi dazu :-) und ab gings gen Süden, vorbei an mega langen Staus, zum Glück alle auf der anderen Strassenseite ;-) .

Muenchen

Am ersten Abend wurden wir festlich (vegetarisch) bekocht. Es war eine interessante Kombination von biodynamisch erzeugten Produkten von Quinoa (peruanisches Getreide), grünem Spargel und Fisch auf Fenchelgrass gebetet. Am Samstag folgte dann nach langer Wanderung mit Biergartenbesuch am Wienerplatz, ein abschliessendes München-Intermezzo hosted by Sir Fokelot mit der Einnahme etwaiger Bayrischer Hopfenkaltschalen und Warmgerichten – ich sag nur Schweinshaxe (willkommen Abwechlsung nach dem vegetarischen Einstieg ;-) !

Dabei waren Mr. T und der ganze Roßdeutscher-Clan angeführt vom “alterndem” aber sich immer noch im besten Zustand befindenten Tricky-Guys und DoRP Kollegen Zero bam Biro (BÄM! :-) ). Am Sonntag gings es Richtung (Vor-)Alpen. Hier wurde ausgehend vom Spitzingsee mit einer Überwindung von 800 Höhenmetern die Rotwand bestiegen. Trotz derbster Anstieg und schneebedeckter Flächen wurde die Jausenstation mit letzten Kräften (J beinahe nicht) erreicht. Der Abstieg erfolgte über Felsvorsprünge, Wildbäche und dichtem Gestrüpp ohne Heckenüberwindungsskills vollendens einsetzen zu müssen ;-) Klasse Ding soviel Hügel auf einem Fleck!

Gizen goes West

Bäm! Der Gizen hats geschafft – er macht seit ein paar Tagen den Westen der USA unsicher. Genauer gesagt Kalifornien für ein Workshop mit einem hier ansässigen Unternehmen. Mit zwei weiteren Kollegen wurde dann gleich das erste Steakhouse klargemacht. War so angespannt, hab ich doch glatt so ein 16 Unzen Prime Rib medium-rare bestellt. Sah wie rohes Fleisch aus, aber war dermassen saftig. Mein lieber Herr Gesangsverein :-)

Gizen in SF

Ja man – am Wochenende gings dann mal am Pazifik entlang und dann über die Golden Gate Bridge. Irgendwie kammen alte Zak McKracken Errinnerungen an diesem Platz hoch. Einfach mal geil das Ding. Der Leiter unserer Tour führte uns dann noch per Cable Car Richtung Piers wo ein Souvenirshop den nächsten jagt. Eigentlich wollten wir nach The Rock – aber leider waren alle Alcatraz-Touren ausgebucht (memo fürs nächste mal: immer 2 Tage im vorraus buchen!). Als Fallback gabs dann halt nur eine normale Bootsfahrt durch die Bay. Am Pier 39 haben sich die Seelöwen schon die Sonne auf den Pelz scheinen lassen, war aber auch ein herrliches Wetterchen hier muss ich sagen. 20 Grad und Sonnenschein, aber der Wind zieht einem die Latschen aus und wenn die Sonne mal kurz weg wirds schnell eisig. Viele Strassenkünstler am Strassenrand die breaken oder fuddeln wie nix gutes und alle handlang eine alte Oma mit Krückstock, die Jesus-liebt-dich-Zettel verteilt und meint das mit ganz feste dran glauben, wir alle errettet werden.

San Frico schon ne coole Nummer. Dann war noch ein Abstecher nach Boise Idaho drin. Ja hier gibts tolle Berge mit Schneedecke, gute Kartoffeln und ja fischen kann man hier auch gut. Von den Einwohner konnte ich aber nur wenige finden, es scheint hier in Richtung Mitte populationstechnisch etwas auszudünnen ;-) Aber hier musste ich bei 3 Restaurantbesuchen, gar 2 mal meine ID präsentieren – halt Jungspund :-) Und das für ein blondes Bier – nichtmal den harten Stuff. Naja anderer Staat andere Sitten.

EU-Bookshop live und in Farbe!

Heute hab ich Post aus Belgien bekommen. Das war etwas verwunderlich. Aber in der neuen Wohnung, die ich in Jena(-Ost) bezogen habe, bekomme ja nun sogar mal richtige Post und nicht nur Joey’s Flyer :-) Aber aus Benelux? Hatte erst ein hübsches Foto von mir im Sinne, so hinterm Lenkrad, da ich ja in Westeuropa gerne etwas schneller fahre (was nutzt ne neue E-Klasse mit 6 Gängen wenn man nur 4 nutzen darf?!) aber dort glaub ich nicht mehr als 120 km/h drin sind. Wer bremst verliert (Zitat der Bleifuss-Spielverpackung damals).

Aber natürlich weit gefehlt, ich hatte vor einer Woche im digitalen Buchladen der Europäischen Union bestellt. Der sogenannte EU-Bookshop stellt alle Publikationen der EU zur Verfügung. Entweder als PDF-Download oder man bestellt sich die Papierversion. Das beste daran, da die EU ja kein Gewinn machen darf sind die meisten Bücher kostenlos erwerbbar! Vom “Bericht über die Qualität der Badegewässer von 1982-85 in Südeuropa” bis interessante Titeln wie “Das Emissionshandelsystem der EU” oder “Gizzabon Vertrag in Bildern” gibts hier ein breitgefächertes Angebot in den 23 Amtssprachen (und paar Exoten). Für die Berliner Familien mit oder angehenden Kindern (quite a lot ;-) ) gibts auch kesse Bilder- und Ausmalbücher für den Vorschulbereich zum Thema EU, Geschichte und so.

EU-Bookshop Webseite

Die neue Onlinepräsenz berührt mich hier etwas mehr, da es ein Projekt ist, dass ich aus naher Entfernung mitbegleiten durfte (sogar die Sommerferien sind dafür draufgegangen!) Die Demo’s und Workshops mit den EUjanern in Luxembourg waren schon ein Erlebnis wert…und trotz einiger kleiner Stolpersteine (wäre ja sonst kein Projektgeschäft) sind wir nun live. Ganz Europa schaut nun auf uns und vielleicht auch ihr bald? (Gutscheincodes braucht es ja nicht, weil das meiste ja kostenlos daher kommt :-) ) Ist keine Web2.0 Featuritis Schlacht, die da auf der Seite abgefeuert wird, aber hey öffentliche Organe und ihre Webseiten. Finds ganz schmuck und bin doch ein wenig stolz! Geil, kurz vor meinem Ableben kann ich nochmal zurück auf dieses Projekt blicken und sagen “Ja kostenlose Bücher für über 500 Millionen EU-Bürger (bis dahin sinds ja sicherlich einige mehr) wir habens möglich gemacht!” ;-) As they said, don’t forget to be awesome! Awesome!

Vietnam Tour 2010

Vietnam. Ja hier wurden schon Kriege gefochten. Man denkt so n kleines Land, aber hier wohnen mehr Leute als in Tschland. Die J und ich haben uns entschlossen die Nord-nach-Süden Tour (Hanoi-Saigon) zu machen. Abgeworfen über Hanoi, kämpfen wir uns nach Halong Bay per Bus und Drachenboat. Wenn da noch die Sonne geschienen hätte, wärst landschaftlich die Bombe gewesen. So war es meist wolkig und foggy und ohne Aussicht auf Sonne und Metbällchen. Dort haben wir eine Nacht auf einer einsamen Insel übernachtet (man gönnt sich ja nix) und ja zu zweit eine Million (Dong) versoffen! Na aber hallo – und das trotz happy hour :-) Who can challenge this?

Gizen in Vietnam

Nach ein paar aufregenden Tagen in Hanoi, welche sich als wirklich schöne Stadt herausstellte gings dann mit dem Übernachtzug noch Hue (13 Stunden Fahrt für 680km), der ehemalige Hauptstadt und kulturelles Higlight. Zug war schon geil. Wir hatten die First class gebucht. Haben wir zumindestens gedacht…das war n grosser Bollerwagen auf Schienen. J konnte wenigstens etwas schlafen. Wir hatten ihr aber auch in einer freizügigen Apotheke (wie ne Getränkebar, nur man bestellt hat medizinische Cocktails) Vallium gekauft. Captain Gizen durft nicht, weil er Wache hat. Auf den festgeschnürrten Wertsachen gepennt…in Sachen Kriminalitätsvermeidung hätten die uns sicher ins Defense-All-Star Team gewählt. Nun überall wurde vor Langfingern gewarnt, im Besonderen vor sogenannten Bag Snatchern…Motorradgangs die gemeinsam Touristen einkreisen und die Taschen wegrippen. Aber nicht mit uns…wir sind da jetzt Profis.

Gizen und J in Vietnam

Aber ansonsten muss man sagen, egal wo wir waren und bei welcher Tageszeit, ein ungutes Gefühl bezüglich Sicherheit hat uns nie wirklich beschlichen. Die Vietnamesen sind meist nett und freundlich, allerdings gibt es doch einige die nur dein bestes wollen – und das sind nunmal Dong oder noch besser US-Dollar mit dennen man auch alternativ bezahlen kann.

Und es gibt bis auf einige Ausnahmen keine Fixpreise. Das heisst, du musst bei jeder Cola, jedem Mars, jedem Donat handeln. Das macht teilweise Spass aber nach paar Woche gehts etwas auf den Wecker. An das Handeln muss man sich auch erstmal gewönnen. Erst muss man die westeropäischen Werte- und Qualitätsvorstellungen verabschieden und später auch sein gutes Gewissen über Bord werfen, um nicht immer über den Tisch gezogen zu werden. Also wir hatten echt Verhandlungen…das war schon echt Krieg, aber meist haben wir wahrscheinlich zu viel bezahlt. Egal uns war dann wichtig denn für uns richtigen und fairen Preis gezahlt zu haben. Dann waren meist beide Parteien zufrieden (die Vietnamesen ziehen am Schluss aber meist nen Flunsch als hätten se ihre Familie verkauft (was sie tun würden, wenn sie könnten ;-) )).

Gizen und J in Vietnam

Im Großen und Ganzen wars ein schöner Urlaub, landschaftlich und kulturell höchst interessant…und ja ist halt Asien und damit schon ein ganzes Stück anders (aber das wollten wir ja auch). Wie gesagt das teuerste ist der Flug (rund nen 1000er) und das Visum (80 Euro)…eine Hotelübernachtung kostet für ein schönes Doppelzimmer etwa 20 Euro (ein guter Betrag für eine schöne eigene westliche Toilette :-) ) Essen kann man gut für 20.000 Dong (etwa 0.80 Euro) auf der Strasse. Im Restaurant sind wir angetrunken rausgegangen mit vollem Bauch für 5-10 Euro für zwei mit sehr guter Speisung (Königsgarnelen sind aber etwas teurer). Das Flair ist schon geil, die ganze Familie in den kleinen Häusern, die Stromleitungen aller Wohnungen kreuz-und quer über die Strasse gelegt. Hat was.

Gebettelt wurde nur sehr wenig, meistens wurden die Bettler gleich danach von Polizisten verwarnt, was mich vermuten lässt das es in Vietnam verboten ist. Dafür will dir jeder zweite (Rate liegt eigentlich noch höher) etwas verkaufen, dich wohin fahren, dich einquartieren, deine Schuhe putzen (J’s Schuhe hatten nen kleinen Fleck, da waren se wie die Fliegen jedesmal da, ich konnte durch FlipFlops dieses Problem stark abmildern :-) ) oder dir Sehenswürdigkeiten zeigen. Ganz uneigennützig natürlich. Die kleinen Abzocker. Aber auch daran gewöhnt man sich :-)

Gizen in Vietnam

Tauchen waren wir auch, aber ich habs mir wohl durchs Great Barrier Reef versaut…irgendwie ist jetzt alles fahrblos und nicht mehr so artenreich :-(
Cool isses, dass die meisten Strassenstände auch selbstgebrautes Bier (Bia hoi) haben (Niels horch auf) und das für 3.000 – 6.000 Dong verkloppen. Teilweise sind wir gut getankt raus und haben für 8 Biers (waren nachmittags mal kurz weg) insgesamt 2 Euro bezahlt und da war das Trinkgeld schon mit dabei.

Vietnam – also auf jeden Fall ne Reise wert!

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